Industrie & Verkehr 2 | 19

Ein Hub für Äpfel

PV-Anlage mit ABB-Wechselrichtern

Ob Äpfel, Kartoffeln oder Eier – auch in einer urban geprägten Gesellschaft erwarten Konsumenten, überall hochwertige Landwirtschaftserzeugnisse kaufen zu können. Dies ermöglicht in der Schweiz unter anderem die Agrargenossenschaft fenaco. Sie verarbeitet und vermarktet Produkte von Schweizer Landwirten unter anderem an den Detailhandel, die Gastronomie und an Pflegeeinrichtungen.

Neben vielen anderen Tätigkeiten vermarktet fenaco auch Äpfel. Ein wichtiger Knotenpunkt dabei ist das Leistungszentrum Braeburn. Es liegt bei Charrat im Unterwallis, direkt in einem der Hauptanbaugebiete für Kernobst. In der hochmodernen Anlage werden Äpfel von rund 50 Produzenten gelagert, sortiert und verpackt. Von dort aus werden sie dann an die Abnehmer geliefert.

Um ihren Strombedarf in noch höherem Ausmass aus erneuerbaren Energien zu decken, stattet fenaco ihre Bauten schrittweise mit Photovoltaik-Anlagen aus. Angesichts des sonnigen Walliser Klimas bot sich eine solche auch für das Leistungszentrum Braeburn an: fenaco liess entsprechend auf dem kürzlich errichteten Kühllager des Zentrums eine Anlage mit einer Leistung von rund 254 kWp installieren. Planung und Bau der Anlage übernahm Solvatec. Sie ist eine Marke der AGROLA AG, die als Tochterunternehmen der fenaco die Energieaktivitäten unter einem Dach bündelt.

«Wir haben bereits in anderen Projekten gute Erfahrungen mit den Produkten von ABB gemacht.»

Auf die Bedürfnisse zugeschnitten

Bei den Wechselrichtern für die PV-Anlage setzte Solvatec auf ABB-Lösungen: Zwei PVS-100 und ein TRIO-27.6 wandeln den Gleichstrom von den Solarpanels in Wechselstrom um und speisen ihn ins Gebäude ein. «Wir haben bereits in anderen Projekten gute Erfahrungen mit den Produkten von ABB gemacht. Die Leistung der Wechselrichter ist bestens auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten», erklärt Antoine Maget, Verantwortlicher für die Westschweiz bei AGROLA für das Geschäft AGROLA Solar.

Seit Inbetriebsetzung der PV-Anlage im Sommer 2018 verrichten die Wechselrichter reibungslos ihren Dienst. Pro Jahr soll die Anlage rund 240 000 kWh elektrische Energie erzeugen. Das deckt rund 90 % des Energiebedarfs im Kühllager. Die Walliser Sonne liefert damit nicht nur Energie für das Wachstum der Äpfel auf den Feldern, sondern leistet auch ihren Beitrag dazu, sie auf den Tisch der Konsumenten zu bringen.