Industrie | 15. Juni 2023

ABB-Roboter tragen zu höherer Effizienz bei

ABB-Lösungen im COOP-Logistikzentrum in Schafisheim

Im Logistikzentrum der Coop-Genossenschaft im aargauischen Schafisheim spielt die Verwendung von Roboter- und Antriebstechnik eine wesentliche Rolle bei der effizienten und nachhaltigen BetriebsfĂŒhrung. ABB-Lösungen tragen zur Umsetzung der COOP-Nachhaltigkeitsstrategie unter anderem in der BĂ€ckerei, der TiefkĂŒhlzentrale oder der hochautomatisierten Leergut-Zentrale bei.

Die Coop-Genossenschaft senkt ihre CO2-Emissionen im neuen Logistikzentrum mit der grössten BĂ€ckerei der Schweiz um 10’000 Tonnen pro Jahr. Energieeffiziente Motoren und Frequenzumrichter tragen zu diesem Erfolg bei.

Die Coop-Gruppe ist in der Schweiz tief verwurzelt und blickt auf eine ĂŒber 150-jĂ€hrige Geschichte zurĂŒck. Von einer kleinen Konsumgenossenschaft entwickelte sie sich zum international tĂ€tigen Einzel- und Grosshandelsunternehmen mit 85’000 Mitarbeitenden.

Das neue Coop-Logistikzentrum in Schafisheim im Kanton Aargau zĂ€hlt zu den grössten GebĂ€uden der Schweiz. Auf einer BruttogeschossflĂ€che von 240’000 Quadratmetern sind die grösste BĂ€ckerei und Konditorei der Schweiz untergebracht, ebenso wie eine nationale Verteilzentrale fĂŒr TiefkĂŒhlprodukte und eine regionale Verteilzentrale fĂŒr frische Lebensmittel und Haushaltswaren.

In Schafisheim steht der grösste Logistikstandort, den Coop betreibt.

Hochmoderne Automatisierungssysteme sorgen fĂŒr Nachhaltigkeit – ganz im Sinne der Konzernstrategie von Coop, bis zum Jahr 2023 alle Standorte CO2-neutral zu betreiben.

ABB trÀgt zu Effizienz des Zentrums bei

Die Grösse, die zentrale Lage und der hohe Automatisierungsgrad fĂŒhren zu einem beachtlichen Sparpotenzial, beispielsweise in der Leergut-Zentrale, wo die Retouren aus den Verkaufsstellen verarbeitet werden. JĂ€hrlich fallen 11’000 Tonnen Kehricht, 13’000 Tonnen Biomasse und 18’000 Tonnen Karton an. TĂ€glich treffen aus den insgesamt rund 400 Schweizer Coop-Filialen tausende Transportkisten ein.

«Die Zusammensetzung der retournierten Transportgebinde ist chaotisch. Grosse und kleine Kisten durcheinander und in unterschiedlichsten Sorten werden von den Coop-Mitarbeitenden in der Leergut-Zentrale hier in Schafisheim entgegengenommen. Diese mĂŒssen alle gereinigt, sortiert, neu gestapelt und palettiert werden», so Franz Joller, GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Inhaber von Moveline AG. Das Unternehmen ist Systempartner von ABB und realisiert fĂŒr die KonsumgĂŒterindustrie komplette Automatisierungssysteme auf der Basis von mehrachsigen Handling GerĂ€ten und Industrierobotern.

Im Logistikzentrum kommen tÀglich tausende Transportkisten aus rund 400 Coop-Filialen an.

FĂŒr die Projektierung und die Planung des effizientesten Robotereinsatzes setzt Moveline AG auf RobotStudio von ABB. Die Programmier- und Simulationssoftware fĂŒr Industrieroboter ermöglicht es, einzelne Roboter oder ganze Linien in einem virtuellen Raum zu visualisieren. «Das ist entscheidend, um bessere und schnellere Entscheidungen zu treffen und die Planungs- und Inbetriebnahme Phase zu beschleunigen. Bei der Reduktion der KomplexitĂ€t macht es einen grossen Unterschied, ob man fĂŒr die gleiche Aufgabe zwei oder vier Roboter einplant», erklĂ€rt Franz Joller, «denn die Roboter hier bei Coop sind eingebunden in einen kompletten logistischen Verbund.»

Die automatische Gebinde Sortierung in der Leergutzentrale hat Moveline mit 15 ABB-Robotern des Typs IRB 6700 gelöst. Dieser ist der leistungsfÀhigste Roboter mit den niedrigsten Gesamtbetriebskosten in der 150-300 Kilogramm-Klasse und zeichnet sich zudem durch einen sehr geringen Energieverbrauch aus. 

Einer der 15 ABB-Roboter, die bei Coop im Logistikzentrum im Einsatz stehen.

Das Logistikzentrum umfasst auch die GrossbĂ€ckerei von Coop. Sie ist eine der modernsten Anlagen dieser Art in Europa und die grösste der Schweiz. 600 Mitarbeitende stellen rund 60’000 Tonnen Backwaren pro Jahr her. FĂŒr spezielle Prozessschritte in der Teigverarbeitung ist ein IRB 360 FlexPicker verantwortlich, ein Deltaroboter fĂŒr Hochgeschwindigkeits-Pick-&-Place-Aufgaben.

Mehr Nachhaltigkeit durch Spitzentechnologie

FĂŒr die TiefkĂŒhlteiglinge, die fĂŒr die COOP-Filialen in der gesamten Schweiz produziert werden, ist die KĂŒhlung besonders wichtig. Das Hochregallager in der TiefkĂŒhl-Verteilzentrale ist 39 Meter hoch und verfĂŒgt ĂŒber 17‘000 Paletten-PlĂ€tze. Dort herrscht eine Temperatur von minus 23 Grad. Vier KĂ€lteanlagen mit einer Leistung von insgesamt 8 Megawatt ĂŒbernehmen diese Aufgabe. FĂŒr höchste Energieeffizienz im KĂŒhlmittelkreislauf sorgen 18 Motoren und 18 Frequenzumrichter von ABB.

«Wir haben ein System installiert, das auf dem neusten Stand der Technik ist und höchstmögliche Energieeffizienz bietet. Die Kombination von Motoren mit Frequenzumrichtern ist die beste Lösung, die heute in Bezug auf Energieeffizienz verfĂŒgbar ist», bestĂ€tigt Beat Schuppisser, Branch Manager Industrial Refrigeration bei Johnson Controls und Gesamtprojektleiter fĂŒr die KĂ€lteanlagen.