GebÀudeautomation | 14. MÀrz 2024

Wohnen mit Weitblick in DĂŒbendorf

ADT Innova hat in DĂŒbendorf drei rund hundert Meter hohe WohntĂŒrme realisiert – mit total 450 Wohnungen eines der grössten Schweizer Bauprojekte fĂŒr Wohnraum in jĂŒngerer Zeit. FĂŒr die GebĂ€udeautomation setzt das Unternehmen auf KNX-Lösungen von ABB.

Der Grossraum ZĂŒrich boomt. Kaum wo sichtbarer als im DĂŒbendorfer Quartier Hochbord, knapp 300 Meter von der ZĂŒrcher Stadtgrenze und dem lokalen Verkehrsknotenpunkt Bahnhof Stettbach entfernt.

Die mÀchtigsten WohnhochhÀuser der Schweiz

Drei neue HochhĂ€user prĂ€gen nun die Silhouette im oberen Glatttal, realisiert von der ADT Innova. Mit 113, 112 und 102 Metern sind sie die höchsten WohntĂŒrme in der Schweiz. Bezogen werden sie ab FrĂŒhling 2024. Das Gesamtprojekt «Three Point» umfasst weiters zwei bereits fertiggestellten GewerbegebĂ€ude, einen Pavillon sowie eine Turnhalle und belĂ€uft sich auf eine Investition von rund einer halben Milliarde Franken.

«270 Wohnungen haben wir verkauft. Die neuen EigentĂŒmer konnten sie individuell ausbauen lassen, weshalb kaum eine Wohnung der anderen gleicht», erklĂ€rt Ronald Schmid, verantwortlicher Bau-/Projektleiter der ADT Innova. Die Wohnungen konnte ADT innert neun Monaten verkaufen, ohne gross die Werbetrommel rĂŒhren zu mĂŒssen. 2,5-Zimmer-Wohnungen waren ab 600‘000 Franken zu haben. Ein attraktiver Preis fĂŒr diese verkehrsgĂŒnstige Lage am Stadtrand von ZĂŒrich, mit dem Erholungsgebiet Greifensee in nĂ€chster NĂ€he. «175 Wohnungen möblieren wir und vermieten sie in Eigenregie», fĂŒhrt Schmid weiter aus.

Einblick in eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung in Three Point.

FĂŒr offenen KNX-Standard entschieden

«FĂŒr uns war klar, dass wir dieses Grossprojekt mit einer GebĂ€udeautomationslösung realisieren», erklĂ€rt Schmid. «Das ist fĂŒr modernen Wohnungsbau Stand der Technik und wird von unseren Kunden auch erwartet.» In einer ersten Runde war ein proprietĂ€res System angedacht, am Schluss entschieden wir uns aber fĂŒr den offenen Standard KNX. «Damit sind wir zukunftssicher; KNX wird von zahlreichen Firmen unterstĂŒtzt und weiterentwickelt.»

Rund 460 der multifunktionalen IP-Touchdisplays von ABB wurden in Three Point eingebaut.

Weshalb fiel die Wahl auf KNX-GerĂ€te und Lösungen von ABB? «FĂŒr die TĂŒrkommunikation war bei uns das vielseitige ABB-Welcome IP mit seiner ĂŒberragenden Bild- und SprachqualitĂ€t und dem hochwertigen IP-Touchdisplay gesetzt. Da bot es sich an, auch bei KNX auf ABB-Produkte zu setzen, um die Funktionen beider Systeme fĂŒr die User auf einem einzigen Innendisplay zusammenzufassen – zumal der Angebotspreis fĂŒr uns passte», erklĂ€rt Schmid.

Modernes TĂŒröffnungssystem

Die hier installierte ABB Welcome IP-Lösung bietet ĂŒber die Gegensprechanlage mit Video hinaus weitere praktische Funktionen eines modernen TĂŒröffnungssysteme. Sie nimmt bei jedem Klingeln ein Foto des Aussenbereichs auf und kommuniziert mit dem Lift, um die GĂ€ste automatisch in die richtige Etage zu bringen. Gravierte Namensschilder braucht sie nicht; die NamenseintrĂ€ge zeigt sie auf dem Aussendisplay an.

«FĂŒr die TĂŒrkommunikation war bei uns das vielseitige ABB-Welcome IP mit seiner ĂŒberragenden Bild- und SprachqualitĂ€t und dem hochwertigen IP-Touchdisplay gesetzt.»

Über KNX werden in allen Wohnungen Licht, Jalousien und Heizung beziehungsweise LĂŒftung/KĂŒhlung gesteuert. Das können die Bewohnerinnen und Bewohner ĂŒber den Touchscreen, ĂŒber Tasten wie auch ĂŒber eine App bewirken. Auf Wunsch können sie sich auch Szenarien programmieren lassen, um beispielsweise Beleuchtung und Jalousien in einem Raum zu synchronisieren. Implementiert ist ĂŒber KNX auch ein Hagelschutzsystem, das die Jalousien bei Hagelgefahr automatisch hochfĂ€hrt, um deren BeschĂ€digung zu vermeiden.

Three Point ist auch eine Schule

«Das hier ist der grösste KNX- und Welcome-IP-Auftrag, den wir je erhalten haben», fĂŒhrt Christian Blumer aus, Sales Manager GebĂ€udesystemtechnik bei ABB Schweiz. «So sind in Three Point rund 460 Video-Innenstationen mit Touchscreen von ABB eingebaut, rund 400 unserer KNX-PrĂ€senzmelder und etwa 3000 unserer KNX-SystemgerĂ€te. Ohnehin reizt die Gesamtgrösse dieses Projekts annĂ€hernd die Grenzen des Möglichen in der KNX-Systemumgebung aus.» Auch die Zulieferungslogistik fĂŒr diese Grossbaustelle war anspruchsvoll.

«Das hier ist der grösste KNX- und Welcome-IP-Auftrag, den wir je erhalten haben.»

Dieser Schaltaktor ist einer der rund 3000 eingesetzten KNX-SystemgerÀte von ABB in Three Point.

Der Baustart erfolgte im Juli 2020. Ganze 158 Erdsonden mit 280 Metern Bohrtiefe wurden fĂŒr die WĂ€rmepumpen angelegt, die fĂŒr Heizung wie auch KĂŒhlung der Wohnungen sorgen. Wobei hier auch eine Schule entsteht: DĂŒbendorf hat je zwei Stockwerke in zwei der TĂŒrme gekauft, um Unterrichtsraum fĂŒr PrimarschĂŒlerinnen und -schĂŒler dieses boomenden Quartiers bereitzustellen – die erste Schweizer Schule in einem Hochhaus. Three Point ist in vielfacher Hinsicht zukunftsweisend.