Gebäudeautomation 1 | 21

Altehrwürdiges ­­Wohnhaus ­automatisiert

ABB-free@home macht Basler Gebäude smart

Architekt Remo Vogel renovierte ein schmuckes Haus aus dem späten 19. Jahrhundert in Basel für seine eigene Familie. Mit dem Smart-Home-System ABB-free@home und ABB-­Welcome IP hat er moderne Technologie mit klassischer Bausubstanz in Einklang gebracht.

Er wirkt anmutig, der 16-teilige Kronleuchter im Wohnzimmer, wo auch der massiveiserne Holzofen Gemütlichkeit ausstrahlt, passend zum original belassenen, raffiniert aus drei verschiedenen Hölzern gefertigten Parkettboden. «Leuchter und Ofen überliessen uns die Vorbesitzer», so Remo Vogel, Geschäftsführer und Inhaber der Vogel Architekten AG und seit 2019 Besitzer des Hauses in Basel St. Johann, das er sanft renoviert hat.

Der stilvolle Kronleuchter ist in der Moderne angekommen, ausgerüstet mit dimmbaren LED-Leuchten, die per Schalter, eingebaute Panels, über eine App auf einem Mobilgerät oder automatisch in Szenerien angesteuert werden. «Für mich war klar, dass ich hier, in unserem Eigenheim, bei der Renovation auch eine Gebäudeautomationslösung umsetzen werde», so Vogel.

Zuvor gute Erfahrungen gesammelt

Seine Wahl fiel auf ABB-free@home. «Erstens haben wir damit schon gute Erfahrungen in Kundenprojekten gesammelt. Zweitens gefällt mir, dass man es selbst an seine Bedürfnisse anpassen kann, ohne einen Systemspezialisten bemühen zu müssen.»

So kann Remo Vogel nun sämtliche Leuchtmittel im Haus ansteuern, sie beispielsweise auch mit einem einzigen Wisch auf dem Panel, Smartphone oder Tablet alle ausschalten. Oder sie ebenso einfach alle auf einmal in voller Leuchtkraft erstrahlen lassen.

Für ABB-free@home gibt es auch drahtlose Sensoren und Aktoren, für die kein Buskabel eingezogen werden muss. Ein Vorteil insbesondere bei der Gebäudeautomatisierung eines bestehenden Hauses. Dabei arbeitet jedes dieser Wireless-Geräte mit Netzversorgung automatisch als Repeater und erweitert so die Funkabdeckung. Die drahtlosen Produkte können entweder völlig unabhängig oder in Kombination mit Geräten installiert werden, die an ein Buskabel angeschlossen sind.

Das 1894 erbaute Gebäude wurde ganz ursprünglich als Arztpraxis und Wohnhaus der Doktorfamilie genutzt. Die epochentypisch eher kleinen, aber hohen Zimmer hat Vogel teils zusammengelegt, indem er Zwischenwände entfernte. So kann die Familie nun neun Räume nutzen. Deren Heizung erfolgt über Radiatoren, die vom Basler Fernwärmenetz gespeist werden.

Einfache Steuerung der Heizung

Remo Vogel hat sämtliche 17 Radiatoren im Haus mit Heizkörperthermostaten ausgerüstet. Die lassen sich drahtlos ansteuern und verfügen je über einen integrierten Temperaturfühler, eine integrierte Temperaturregelung sowie einen batteriebetriebenen Elektromotor, um das Heizungsventil in eine gewünschte Stellung zu bringen.

Remo Vogel hat Beleuchtung wie auch Heizung über Panels, Smartphone oder, wie hier, auf dem Tablet im Griff.

«Die einfache Steuerung der Heizung war einer der Hauptgründe, weshalb ich dieses Gebäudeautomationssystem integriert habe. So konnte ich vor den Weihnachtsferien beispielsweise alle Radiatoren mit einem Klick ausschalten, um sie dann später über mein Handy vor unserer Rückfahrt wieder hochzufahren, damit wir in einem warmen Zuhause ankommen konnten.» Energiesparen lässt sich mit Komfort verbinden.

«Damit kann ich dem Paketboten vom Büro aus sagen, wo er die Pakete deponieren soll.»

Remo Vogel konfigurierte in ABB-free@home zudem ein Szenario für die Zirkulationsleitung. Die sorgt dafür, dass beim Aufdrehen eines Warmwasserhahns nicht erst nach längerer Zeit und vielen verschwendeten Litern Kaltwasser das warme Nass fliesst. Statt diese dauernd in Betrieb zu halten, kombinierte Vogel sie virtuell mit der Beleuchtung in Küche und Bad. Erst wenn er das Licht im Bad anknipst, startet auch die Zirkulationspumpe, damit er gleich die morgendliche warme Dusche geniessen kann.

Türöffnungs- und Zutrittskontrollsystem

Mit Welcome IP hat Remo Vogel auch das neuste Türöffnungs- und Zutrittskontrollsystem von ABB installiert. Für dessen Inbetriebnahme wird lediglich ein Internetanschluss benötigt. Es lässt sich in ABB-free@home integrieren.

Die Gegensprechanlage bei der Eingangstür ist mit einer HD-Kamera ausgerüstet. «So sehe ich, wer klingelt, und kann mit der Person sprechen – entweder auf einem der drei eingebauten Panels, über die ich auch ABB-free@home steuern kann, oder wahlweise auch auf einem Mobilgerät über eine App.» Das sei insbesondere für Zustelldienste praktisch. «Damit kann ich dem Paketboten aus dem Büro oder aus dem Urlaub über die App sagen, er möge die Bestellung doch bitte beim Nachbarn deponieren. Oder wenn ich mich auf dem Nachhauseweg verspäte, den Kollegen schon mal reinlassen und ihm beschreiben, wo er ein kühles Bier findet», fügt Vogel mit einem Lächeln an.

Das behagliche Zuhause der Familie Vogel ist ein Beispiel dafür, wie in einer Renovation bestehende Bausubstanz einfach mit Gebäude­automationslösungen aufgewertet werden kann – für mehr Komfort und Energieeffizienz.

Weitere Infos: go.abb/ch-electrification