Gebäudeautomation | 28. November 2025
Elektrifizierung und Automation von ABB für das grösste Hotel Sions
«Cour de Gare» ist ein gänzlich neuer, im Mai 2025 eingeweihter Stadtteil Sions. Das Holiday Inn Express & Suites bildet einen Eckpfeiler davon, mit 122 Zimmern nun das grösste Hotel des Walliser Hauptorts. Die Lösungen für die Niederspannungsverteilung und die Gebäudeautomation stammen von ABB.
Cour de Gare ist ein epochales, 2021 gestartetes Stadterneuerungsprojekt Sions. Es bietet eine Synergie von Wohn-, Arbeits-, Gewerbe- sowie Kulturräumen und bildet nun die urbane Verbindung von Bahnhof und Stadtzentrum. Ende Mai 2025 wurde es feierlich eingeweiht.
Mit 122 Zimmern grösstes Hotel Sions
Auf einer Fläche von 16’000 m² wurden rund 300 Wohnungen realisiert, die alle vermietet sind. Es umfasst über 5000 m2 Gewerbefläche mit Nahversorgungsgeschäften, mehreren Restaurants und verschiedenen Einzelhandelsgeschäften. Eckpfeiler bilden ein Konzert- und Kongresssaal mit 600 Plätzen – und das Hotel Holiday Inn Express & Suites mit 122 Zimmern, nun das grösste Hotel im 36’000 Einwohner zählenden Hauptort des Wallis.
Alps Group hat den Auftrag für die Niederspannungsverteilung im Hotel erhalten. Eine sichere Stromversorgung ist elementar für ein Hotel, zumal dieser Grösse. «Wir haben uns für Produkte und Lösungen von ABB entschieden, weil wir von deren Qualität und Zuverlässigkeit aus Erfahrung überzeugt sind – und weil der Preis der ABB-Offerte passte», erklärt der zuständige Projektleiter bei Alps Group.
Modulare Niederspannungsverteilung von ABB
So hat ABB das modulare Niederspannungsverteilungssystem Pro E Power RBBS geliefert, insgesamt neun Felder. Die Abkürzung steht für «Rear Busbar System», die Hauptstromschienen verlaufen also hinten im Schaltschrank. Dadurch bleibt vorne mehr Platz für Geräte und Anschlüsse. Diese Trennung von Gerätebereich und Energieverteilung im System schützt Anlagen und Personen zuverlässig. Für sicheres Schalten in der Niederspannungsverteilung sorgen ABB-Kompaktleistungsschalter des Typs Tmax XT, eine leistungsstarke Kombination aus kompaktem Design, hoher Schutzfunktionalität und intelligenter Kommunikation mit integriertem Multimeter für die Messung von Spannung und Strom. Insgesamt 20 Stück wurden für die sichere Stromversorgung des Hotels eingebaut, zudem zahlreiche Smissline-Installationsgeräte von ABB, wie etwa Leitungsschutzschalter.

Setelec, mit Standorten in Saxon und Haute-Nendaz, erhielt den Auftrag für die Gebäudeautomation mittels KNX. Auch Setelec entschied sich, dafür Lösungen von ABB einzusetzen. «Zum ersten sprach die gute Qualität und der Preis für ABB, zum zweiten kann das Unternehmen mit dem Raum-Controller eine in einer Box vorinstallierte Lösung liefern, die alle Anforderungen an die Elektroinstallation dieser Anwendung in einem Zimmer abdeckt», so Stéphane Lê, zuständiger Projektleiter von Setelec.
Alleine 57 Bewegungsmelder im Hotel
Die Gäste können so mit eingebauten Tastsensoren per KNX Licht und die Rollläden in ihren Zimmern steuern. Auf den Fluren sorgen Bewegungsmelder dafür, dass das bei Eintritt der Gäste eingeschaltet wird und nicht unnötig lange an bleibt. Die KNX-Programmierung für dieses grosse Hotel übernahm im Auftrag von Setelec MC Domotique im Zentralwallis; eine Firma, die viel Erfahrung mit ABB-KNX mitbringt. Insgesamt hat ABB 122 Raum-Controller, 57 Bewegungsmelder und hunderte Tastsensoren für das Hotel geliefert.
«Je mehr wir kontrollieren können, desto weniger müssen wir verbrauchen»
Gemäss Cyril Dederding, Direktor des Hotels, sei Gebäudetechnik wichtig, für den Komfort der Gäste wie auch die Energieeffizienz. Dabei gelte seiner Meinung nach die Devise «keep it simple for the guests: one button, one action in the room». Alle Gewerke lassen sich auch von der Rezeption aus bedienen. Etwa, um leere Zimmer nicht unnötig zu heizen oder – je nach Sonnenstand und Bedarf – die Storen zu öffnen oder zu schliessen. Das Hotel wurde im Minergie-Standard erstellt. Die Steuerung über KNX hilft mit, Energie nicht unnötig zu verschwenden. «Je mehr wir kontrollieren können, desto weniger müssen wir verbrauchen», so Dederding. «Für uns ist es hilfreich, den gesamten Verbrauch zu überwachen. Am Ende jedes Monats überprüfen wir, wie hoch der Verbrauch war und wie wir ihn verbessern können.»


