Interview 4 | 18

Frisches, dynamisches Duo

Laure Kleiss und Robert Itschner stellen sich vor

2018 wurden bei ABB Schweiz die beiden wichtigsten Positionen als Partner für die Kunden im Heimmarkt neu besetzt. Laure Kleiss ist seit Februar Leiterin des Verkaufs für den Schweizer Markt, Robert Itschner seit Juli Vorsitzender der Geschäftsleitung. Die beiden Exponenten stellen sich vor.

ABB Schweiz zählt rund 6000 Mitarbeitende. Die beiden sichtbarsten Repräsentanten für die Kunden in der Schweiz sind die Leiterin des Verkaufs und der Landeschef. Beide Positionen wurden heuer neu besetzt, nachdem die langjährigen Vorgänger – Max Wüthrich als Leiter des Verkaufs, Remo Lütolf als Leiter der Landesgesellschaft – altershalber aus diesen Rollen zurückgetreten waren.

Laure Kleiss hat die Leitung des Verkaufs für den Schweizer Markt im Februar 2018 übernommen. Die gebürtige Französin, die seit 2007 in der Deutschschweiz lebt, war zuvor sowohl im Energie- wie auch im Automationsbereich tätig. Sie hatte Positionen im strategischen Marketing, Verkauf und Business Development bei international tätigen Konzernen inne. Laure Kleiss verfügt über einen Master in «International Marketing and Negotiation» der Ecole Supérieure du Commerce Extérieur in Paris.

«Mich reizt das umfassende ABB-Portfolio mit Lösungen für verschiedenste Anwendungsbereiche – und ebenso die Vielfalt der Kunden in der Schweiz», so Kleiss. «Wir bedienen unterschiedliche Kundensegmente mit jeweils spezifischen Lösungen aus unserem Portfolio; vom kleinen Licht- bis zum grossen Generatorschalter, vom einzelnen Frequenzumrichter bis zur kompletten Industrieautomation mit Leitsystem. Wir sprechen KMU genauso an wie Konzerne.»

«Mich reizt das umfassende ABB-Portfolio mit Lösungen für verschiedenste Anwendungsbereiche – und ebenso die Vielfalt der Kunden in der Schweiz.» LAURE KLEISS

Ganz klar sei, dass technisch gute Produkte die Voraussetzung für Erfolg sind. «Aber das genügt längst nicht mehr», so Kleiss. «Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, mit unseren Lösungen einen Vorteil im Wettbewerb zu erringen.» Das gelte insbesondere für die laufende, umfassende Digitalisierung der Industrie – die vierte industrielle Revolution – sowie im Kontext der sich verändernden Bedürfnisse in der Mobilitätslandschaft und einer zunehmend dezentralisierten Energieversorgung. «Dabei möchten wir unsere Kunden partnerschaftlich begleiten, ihnen aufzeigen, welchen Einfluss diese Entwicklungen auf ihr Geschäft haben und wie sie sich erneuern müssen, um nicht nur im Rennen zu bleiben, sondern darin auch an die Spitze zu gelangen.»

«Wir wollen unsere Kunden partnerschaftlich begleiten und sie dabei unterstützen, mit unseren Lösungen einen Vorteil im Wettbewerb zu erringen.» LAURE KLEISS

Robert Itschner arbeitet schon länger bei ABB, konkret seit 1993. Damals stiess er als Softwareingenieur für Regelungstechnik bei Lokomotiven zu ABB Schweiz. Seine Laufbahn führte ihn über Funktionen in Forschung und Entwicklung, die Leitung von ABB-Geschäftseinheiten oder die Bekleidung globaler Rollen in Marketing und Sales per Juli 2018 an die Spitze von ABB Schweiz. Robert Itschner ist in Meilen aufgewachsen und hat einen Bachelor in Elektrotechnik der Hochschule für Technik in Rapperswil sowie einen Master of Science in Elektrotechnik und Informatik der Northwestern University in Illinois.

«Diese neue Aufgabe erfüllt mich als langjährigen ABB-Mitarbeiter mit Stolz», so Itschner. «Ich schätze das grosse Spektrum von ABB wie auch das unserer Kunden und Märkte. Mir ist es wichtig, Beziehungen zu unseren Kunden und Partnern zu pflegen, die von Respekt und Vertrauen geprägt sind. Das erlaubt es, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu entwickeln.»

Die Schweiz als das – gemessen an der industriellen Wertschöpfung pro Kopf – am stärksten industrialisierte Land der Welt biete in der Kooperation der hiesigen Technologieführer glänzende Möglichkeiten der Innovation. Ein Beispiel dafür sei die Zusammenarbeit zwischen ABB und Egger, in deren Rahmen der für die Überwachung von Elektromotoren konzipierte Smart Sensor für die Fernüberwachung von Pumpen weiterentwickelt wurde.

«Natürlich stehen wir alle im Hochkostenland Schweiz unter Wettbewerbsdruck», so Itschner. «Doch wenn wir unsere Standortvorteile mit dem hohen Ausbildungsstandard auf allen Stufen und der sprichwörtlichen Qualität gemeinsam in Innovationskraft umsetzen und die Möglichkeiten der umfassenden Digitalisierung nutzen, können wir den Werkplatz Schweiz weiter stärken.»

«Mir ist es wichtig, Beziehungen zu unseren Kunden und Partnern zu pflegen, die von Respekt und Vertrauen geprägt sind. Das erlaubt es, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu entwickeln.» ROBERT ITSCHNER